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Marta D. (Bialystok): Das Projekt Podlasien – aufgefundene Spuren

Das Christentum im östlichen wie westlichen Ritus, vergessene Grabsteine auf dem jüdischen Friedhof, die Moschee in Kruszyniane... Das Projekt Podlasien hat mir die Heimatstadt und ihre Umgebung näher gebracht. Es hat mir auch erlaubt, sie aus der schwierigen und dramatischen Perspektive der Geschichte des XX. Jh. zu betrachten.

Die Ereignisse der Vergangenheit sowie die Erinnerung und Nicht-Erinnerung im Bewusstsein der Bewohner u.a. von Narew, Kruszyniane, Tykocin sind Themen, die uns frappierten und die wir in unseren Untersuchungen versuchten zu ergründen. Früh am Morgen aufgegriffen, begleiteten uns die Themen bis zu spätabendlichen Gesprächen am Lagerfeuer.

Der Spaziergang durch Bia?ystok skizzierte ein Bild der Stadt vor dem Krieg, fast zur Hälfte jüdisch, so kulturell unterschiedlich von der Stadt, die ich kenne...

Nach dem Besuch auf dem tatarischen Friedhof und Gesprächen mit der weißrussischen Jugend erschien mir die Bedeutung des Wortes Multikulturalität irgendwie ganzheitlicher. Das, was man als Natürlichkeit beschreiben könnte, also das Durchdrungensein von Katholizismus und Orthodoxie in Podlasien, erschien den deutschen Kommilitonen als Exotik. Und mir erlaubte es, Bia?ystok aufs Neue, aus ihrer Sicht, zu betrachten. Die Spuren der Vergangenheit fanden wir gemeinsam.

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