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Internationales Workcamp - "Lebendige Geschichte"
01.08 - 15.08.2008.

        

     Veranstalter:
●  Verein für Internationalen und Interkulturellen Austausch ANAWOJ, Polen
●  Netzwerk für demokratische Kultur (NDK) Wurzen, Deutschland
●  "Dritter Sektor" Regionales Informationszentrum für bürgerliche Initiativen, Weißrussland


     Zeit und Ort:
01.08.2008 - 15.08.2008, Michałowo, Polen

     Teilnehmer:
15 junge Menschen aus Polen, Weißrussland und Deutschland

     Projektbeschreibung:
Michałowo war vor dem 2. Weltkrieg ein Ort, wo Deutsche, Polen, Juden, Weißrussen und Ukrainer zusammen lebten. Ähnlich war es in der Umgebung des Städtchens. Der Krieg beendete die gemeinsame Existenz, die nicht immer frei von Konflikten war. Heutzutage spürt man nicht mehr viel von der ehemaligen Multikulturalität. Aber bis heute leben hier Leute ukrainischer, weißrussischer und polnischer Abstammung. Diese Menschen können sich noch an ihre Nachbarn erinnern (an die Juden und Deutschen), die entweder vernichtet wurden oder wegziehen mussten. Wir möchten die Menschen erreichen, die diese Zeiten noch in der Erinnerung haben und von denen möglichst viel erfahren . Außerdem existieren noch greifbare Spuren der vergangenen Geschichte: alte deutsche und jüdische Friedhöfe, Ruinen der Kirchen und Synagogen, Überbleibsel der Gutshöfe, Mühlen, Fabriken… Das sind vergessene aber noch sichtbare Orte. Mit Hilfe der Zeitzeugen wollen wir die Ruhmeszeit dieser Orte neu entdecken und neue Orte ausfindig machen.

Informationen über die multikulturelle Vergangenheit der Gemeinde Michalowo zu sammeln, Orte ausfindig zu machen, die an diese Zeiten erinnern bzw. ihre Spuren zu entdecken und sie zu dokumentieren - das sind die Ziele des Projektes.

     Programm:

    1. Integration der Teilnehmer

     2. Lernen aus der Geschichte:
Eines unserer Ziele ist die Sammlung und Dokumentation der Informationen über die Vergangenheit. Um dies zu machen und damit die Ergebnisse unserer Arbeit auch in der Zukunft auswertbar und anwendbar bleiben, sollen die Teilnehmer theoretische Grundlagen erlernen. Zu diesem Zweck wird eine Schulung zum Umgang mit der mündlichen Überlieferungen (oral history) organisiert: wie werden die Fragen richtig gestellt, wie werden die Informationen analysiert usw. Außer "oral history" planen wir weitere Workshops zur Geschichte und Multiethnizität der Region des regionalen Gedächtnisses

     3. Suche nach den historischen Spuren in der Region:
Gewinnung der Informationen in kleinen Arbeitsgruppen. Die Ergebnisse werden gemeinsam unter fachmännischer Anleitung analysiert und zur Auswertung vorbereitet.

     4. Denkmalgerechte Arbeit:
Wir wollen einen jüdischen Friedhof in dem Dorf Jalówka in Stand bringen . Heute ist dieser Ort der letzte vor der Grenze mit Weißrussland. Früher war das die größte Stadt in dieser Region. Die Geschichte war sowohl für den Ort als auch für seine Einwohner brutal. Der jüdische Friedhof befindet sich am Rande des Dorfes. Wir werden das Gelände in Ordnung bringen und die Grabsteine sichern.

     5. Darstellung der Ergebnisse:
Es wird sehr wichtig sein, den Einwohnern der Stadt, die Ergebnisse unserer Arbeit näher zu bringen und sie dadurch zu ermutigen, sich in der Zukunft an solchen Aktionen aktiv zu beteiligen. Die Aufgabe der Teilnehmer wird es sein, eine Präsentation der Ergebnisse vorzubereiten. Wir wissen noch nicht, was das wird, weil wir die Entscheidung darüber den Teilnehmern überlassen möchten. Wir werden sie jedoch ermutigen, sich etwas lebendiges einfallen zu lassen, so dass sich die Einwohner der Stadt auch daran beteiligen könnten.

     6. Kennenlernen der Region:
Wir haben nicht vor, uns nur auf die Arbeit zu konzentrieren. Wir wollen den Volontären die Multikulturalität der Region zeigen. Wir haben die Exkursionen geplant, während deren sie eine Moschee und mehrere Synagogen besuchen und mit deren Betreuern sprechen sowie die Geschichte der Stadt Bialystok kennen lernen werden. Wir werden zu einem gemeinsamen Gespräch junge Tataren, Weißrussen und Ukrainer einladen, die in der Gegend leben um die heutige Entwicklung der Multikulturalität in der Region zu beobachten.

        




Projekt dotowany jest w ramach programu Wolontariat dla Europejskiego Dziedzictwa Kulturowego prowadzonego przez niemiecką Fundację Pamięć, Odpowiedzialność, Przyszłość i Fundację Batorego. Celem programu jest zachęcanie młodych ludzi z Europy Środkowej i Wschodniej do podejmowania wspólnych działań na rzecz ochrony europejskiego dziedzictwa kulturowego.



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